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Werkzeug- & Maschinenbau – Industrieöfen für Härterei und Fertigung

Im Werkzeug- und Maschinenbau entscheidet die Wärmebehandlung über Standzeit, Maßhaltigkeit und Versagensfreiheit. NTH Therm Öfen decken die gesamte Bandbreite, vom Laborofen bis zum Herdwagenofen für 30-Tonnen-Lasten.

Wärmebehandlung im Werkzeug- und Maschinenbau

Der Werkzeug- und Maschinenbau lebt von der Präzision, und Präzision beginnt mit der richtigen Wärmebehandlung. Ein falsch gehärtetes Werkzeug bricht vorzeitig. Eine unzureichend geglühte Maschinenkomponente verzieht sich in der Bearbeitung. Spannungen im Schweißkonstruktion führen zu Rissen im Betrieb. Wärmebehandlung ist kein nachgelagerter Prozess, sondern integraler Bestandteil der Qualitätssicherung.

NTH Therm liefert Industrieöfen für die gesamte Bandbreite an Werkzeug- und Maschinenbauanforderungen: von kompakten Anlassöfen für kleine Presswerkzeuge bis zu schweren Herdwagenöfen für Großgesenke und Maschinenbetten.

Härterei – Werkzeugstähle präzise wärmebehandeln

Die Härtung von Werkzeugstählen erfordert enge Temperaturführung. Austenitisierungstemperatur, Haltezeit und Abkühlgeschwindigkeit müssen auf den Stahl und das Bauteil abgestimmt sein.

Schnellarbeitsstähle (HSS) werden bei 1200–1280 °C austenitisiert, was eine präzise Regelung und gute Gleichmäßigkeit erfordert. Die ICF-Reihe (bis 1300 °C) ist für diese Anforderungen ausgelegt.

Kaltarbeitsstähle (D2, K110) werden bei 1000–1060 °C gehärtet, Warmarbeitsstähle (H13) bei 1000–1050 °C. Anlassen erfolgt typisch zweifach oder dreifach bei 480–600 °C; der ICO Umluftofen gewährleistet die nötige Gleichmäßigkeit.

Kunststoffformenstähle erfordern oft eine Kombination aus Vorhärten, Fertigbearbeitung und Endhärtung mit minimalem Verzug, ein Bereich, in dem der Multifunktionsofen IRF seine Stärken ausspielt.

Schwere Lasten – IWF Herdwagenofen

Im Werkzeug- und Formenbau sind Chargengewichte von 5 bis 30 Tonnen keine Seltenheit: Großgesenke für die Schmiedeindustrie, Druckgussformen für die Automobilindustrie, Walzen für die Papier- und Stahlindustrie. Der IWF Herdwagenofen ist für diese Dimensionen gebaut:

  • Verstärkte Herdwagenkonstruktion für maximale Lastaufnahme
  • Großvolumige Brennkammer für gleichmäßige Gasführung
  • Seitliche und bodenseitige Brenner für optimale Temperaturverteilung
  • Leistungsstarke Umluftgebläse für homogene Temperatur im gesamten Chargenraum
  • Wärmespeicher-Steuerung für effiziente Energienutzung bei langen Zyklen

Maschinenbau – Glühen und Spannungsarmglühen

Gegossene und geschweißte Maschinengrundkörper (Maschinenbetten, Ständer, Träger) müssen vor der Präzisionsbearbeitung spannungsarm geglüht werden. Eigenspannungen aus Guss und Schweißung führen sonst zu Maßabweichungen, die sich erst Wochen nach der Bearbeitung zeigen.

Spannungsarmglühen von Stahl: 550–650 °C, langsame Aufheiz- und Abkühlrate (≤ 50 K/h für empfindliche Konstruktionen), ausreichende Haltezeit (1–2 Stunden je 25 mm Wanddicke).

Spannungsarmglühen von Gusseisen: 500–600 °C, noch langsamere Abkühlung um Rissbildung zu vermeiden.

Normalisieren von Schmiedeteilen: 850–950 °C, Luftabkühlung, für gleichmäßiges Gefüge und reproduzierbare mechanische Eigenschaften vor der Fertigbearbeitung.

Flexibel mit dem IRF Multifunktionsofen

Betriebe mit wechselnden Produktionsprogrammen schätzen die Vielseitigkeit des IRF Multifunktionsofens: Er kann in derselben Anlage verschiedene Prozesse bei unterschiedlichen Temperaturen und Atmosphären fahren. Multiple Türen ermöglichen effiziente Logistik: Einlegen und Entnehmen ohne lange Unterbrechungen des laufenden Betriebs. Ideal für Härtereien mit breitem Kundenspektrum.

Häufige Fragen

Welche Werkzeugstähle werden typischerweise wärmebehandelt?

Schnellarbeitsstähle (HSS: M2, M35, M42), Kaltarbeitsstähle (D2, K110, K340), Warmarbeitsstähle (H13, H11, 1.2343), Kunststoffformenstähle (P20, 1.2311, 1.2312) und Edelstähle für korrosionsbeständige Werkzeuge. Jeder Stahl erfordert spezifische Austenitisierungstemperaturen und Abkühlprogramme.

Was ist der Vorteil des IWF-Herdwagenofens für schwere Lasten?

Der IWF ist speziell für Chargen von 5 bis über 30 Tonnen ausgelegt, für Großwerkzeuge, Maschinenbauteile, Pressen- und Gesenkelemente. Die verstärkte Herdwagenkonstruktion und die optimierte Gasführung gewährleisten auch bei hoher Beladung gleichmäßige Temperaturverteilung.

Welchen Temperaturbedarf hat das Spannungsarmglühen von Maschinenbauteilen?

Spannungsarmglühen erfolgt typisch bei 500–650 °C, je nach Werkstoff (Stahl: 550–650 °C, Gusseisen: 500–600 °C, Schweißkonstruktionen aus S355: 580–620 °C). Wichtig ist eine langsame Aufheiz- und Abkühlrate sowie ausreichend lange Haltezeiten, um Eigenspannungen abzubauen.

Kann der IRF Multifunktionsofen verschiedene Prozesse im Wechsel fahren?

Ja. Der IRF ist für wechselnde Prozesse bei unterschiedlichen Temperaturen und Atmosphären ausgelegt, zum Beispiel Normalisieren, Anlassen und Weichglühen in derselben Anlage. Multiple Türen ermöglichen effiziente Be- und Entladevorgänge für verschiedene Chargengrößen.